Glossar
Aufsparrendämmung
Hochwirksames Dämmverfahren, bei dem die Dämmschicht auf den Sparren verlegt wird. Durch dieses Verfahren entsteht eine geschlossene Wärmedämmhaube, die sowohl den Wohnraum als auch die Dachkonstruktion schützt.
Dampfbremse
Schicht im Dachaufbau, die das Eindringen von Feuchtigkeit in die Wärmedämmung weitgehend verhindert. Denn eine feuchte Dämmschicht verliert ihre Wirkung.
Diffusion
Wanderung von Wasserdampf durch Bauteile (z.B. Holz oder Stein, nicht aber Metalle). Im Winter führen die hohe Lufttemperatur und -feuchtigkeit im Rauminneren dazu, dass ein hoher Wasserdampfdruck entsteht: Die Wassermoleküle „drücken“ nach aussen, ohne dass dafür eine Luftbewegung erforderlich ist (im Gegensatz zur Konvektion).
k-Wert
siehe U-Wert
Konvektion
Strömungsbewegung der Luft, bedingt durch Luftdruckunterschiede. An
den Fugen nicht luftdichter Bauteile führt sie zu beträchtlichen Wärmeverlusten und unerwünschtem Feuchtetransport. Durch Konvektion kann bis zu 1000-mal mehr Luftfeuchtigkeit in die Konstruktion eindringen als durch Diffusion.
Luftdichtung
Warmseitig der Wärmedämmung verlaufende, luftdichte Schicht (im Gegensatz zur Winddichtung eines Gebäudes, die in der Regel kaltseitig der Wärmedämmung verläuft).
Polyurethan (PIR)
Hartschäume aus Polyurethan eignen sich aufgrund ihrer sehr niedrigen Wärmeleitfähigkeit und ihrer besonderen Materialeigenschaften (Biegefestigkeit, biologische Neutralität) hervorragend als Wärmedämmstoff.
Regeldachneigung
Unterste Neigungsgrenze, bei der sich ein bestimmtes Bedachungsmaterial in der Praxis als ausreichend regensicher erwiesen hat.
U-Wert
Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient, früher k-Wert) bezeichnet die Bereitschaft von Bauteilen, Wärme durchzulassen. Je höher das Wärmedämmvermögen des Bauteils, desto geringer der U-Wert. Seine Grösse wird mit der Formel W/m²K angegeben, bezeichnet also den Energieverlust pro Quadratmeter Fläche bei einer Temperaturdifferenz von 1 °C.
Unterdach
Von der Deckung getrennte Schicht zur Ableitung von Wasser. Es werden unterschieden:
- Unterdächer für normale Beanspruchung
- Unterdächer für erhöhte Beanspruchung
- Unterdächer für ausserordentliche Beanspruchung
Untersparrendämmung
Dämm-Methode unter den Sparren: Sie bringt Wärmeverluste über die Wände und eine Verkleinerung des Wohnraums mit sich.
Zwischensparrendämmung
Herkömmliche Dämm-Methode zwischen den Sparren, die entweder mit Hinterlüftung oder als Vollsparrendämmung realisiert werden kann. Um die Vorgaben der SIA-Norm zu erfüllen, erfordert diese Dämmweise meist eine grössere Sparrenhöhe, als nach rein statischen Gesichtspunkten nötig wäre. Zudem bilden die Sparren und alle Zwischenwände unerwünschte Wärmebrücken.